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Meba Aufbereitung Biogas Studie Uni Hohenheim

Aktuell läuft an der Universität Hohenheim ein 32-monatiger Praxisversuch, in zwei getrennt gefütterten Fermentern, in denen bis zu 50 % Pferdemist mit unterschiedlichen NawaRo's gefüttert wird. Einer arbeitet ohne Aufbereitung und der andere mit mechanischer Aufbereitung durch den BIO-QZ. Es liegen bereits erste erfreuliche Zwischenergebnisse vor.

Download der Studienunterlagen als PDF:

MEBA Verwertungsmöglichkeiten (PDF / 500KB)
MEBA Verwertung von Pferdemist Biogasanlagen (PDF / 100KB)

Meba Aufbereitung Biogas Studie
Im Folgenden lesen Sie Auszüge aus dem Vortrag Pferdemist als Gärsubstrat in Biogasanlagenvon Dr. sc. agr. Hans Oechsner und M. sc. Matthias Mönch-Tegeder, gehalten auf der 21. Jahrestagung Biogas und Bioenergie in der Landwirtschaft am 24. / 25. Oktober 2012 in Offenburg:


Pferdemist als Gärsubstrat in Biogasanlagen

Erste Ergebnisse vom Forschungsprojekt der Universität Hohenheim

Alleine in Deutschland gibt es ca. 1 Million Pferde. Pro Tier und Jahr fallen in etwa 12 Tonnen Mist an, wobei der Strohanteil bei 50–70 % liegt. Damit ließe sich ein Energieertrag von 5,8 MW erzielen.

Zur Veranschaulichung: Mit dieser Menge an Energie könnte man über 760.000 Haushalte versorgen. Das entspricht einer Stadt von 2,3 Mio Einwohnern, also etwa der Größe von Hamburg.

Intensivaufbereitung Substrate durch Querstrom ZerspanungDie Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim führt über einen Zeitraum von 32 Monaten ein Forschungsprojekt zum Thema "Pferdemist als Gärsubstrat in Biogasanlagen" durch. Bei der Vergleichsreihe kommt der von MEBA vertriebene Querstromzerspaner BIO-QZ zum Einsatz. Die Tests sind noch nicht vollständig abgeschlossen, aber es liegen bereits erste aussagekräftige Zwischenergebnisse vor. Hier ein Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse, die sich aus der Versuchsreihe ergeben haben:

  1. Das Substrat muss möglichst frisch in den Fermenter:

    Eine Zwischenlagerung sollte vermieden werden, da diese zu einem Energieverlust führt.

  2. Pferdeäpfel sind ähnlich ertragreich wie Maissilage:

    Der spezifische Methanertrag von Pferdeäpfeln liegt bei 0,25 Nm3/kg oTS. Bei Maissilage wurde ein Wert von 0,35 Nm3/kg oTS ermittelt.

  3. Intensivaufbereitung verbessert das Substratspektrum

    Durch eine Aufbereitung des Substrats (z. B: durch Einsatz eines BIO-QZ) wird die Abbaubarkeit faserreicher Stoffe gesteigert. Von Vorteil sind auch der geringere Rühraufwand und die kürzere Verweilzeit. Die Biogasanlage kann so stabil auf hohem Level betrieben werden, ohne Schwankungen zu unterliegen

FAZIT

Mit Pferdemist steht uns ein äußerst kostengünstiges Substrat zur Verfügung, das sich in mechanisch aufbereiteter Form sehr gut für die Vergärung in Biogasanlagen eignet. Weil Pferdeäpfel kontinuierlich anfallen ist kein Silo notwendig, wodurch der Flächenbedarf relativ gering ist.

Die Eignung von mechanisch aufbereitetem Pferdemist als Gärsubstrat steht außer Frage!